Allgemeine Geschäfts­bedingungen

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der [Firma eintragen, Adresse, Handelsregister] (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden über die Nutzung des SaaS-Dienstes „Orderport“ unter der Domain orderport.app.

(2) Orderport richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Die Nutzung durch Verbraucher ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden finden keine Anwendung.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) Orderport ist ein webbasierter Dienst zur Entgegennahme, Konvertierung und Weiterleitung von B2B-Bestelldokumenten zwischen verschiedenen Formaten (u. a. cXML, openTrans).

(2) Der Anbieter stellt die Anwendung als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet bereit. Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht, der Anbieter bemüht sich jedoch um eine Verfügbarkeit von 99 % im Monatsmittel, ausgenommen geplante Wartungsfenster.

(3) Der Anbieter kann den Funktionsumfang jederzeit weiterentwickeln, erweitern oder anpassen, sofern die vertragswesentlichen Leistungen dadurch nicht wesentlich eingeschränkt werden.

§ 3 Vertragsschluss und Laufzeit

(1) Der Vertrag kommt mit Registrierung und Bestätigung des Kundenkontos zustande.

(2) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(4) Nach Vertragsende werden die Kundendaten innerhalb von 90 Tagen gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Die aktuell gültigen Preise ergeben sich aus der Preisseite unter orderport.app. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zum nächsten Abrechnungszeitraum anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preisänderung.

(3) Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang fällig.

(4) Bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst zu sperren.

§ 5 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist für die Richtigkeit und Vollständigkeit seiner Stamm- und Konfigurationsdaten (insbesondere Mapping-Regeln, Zugangsdaten, Transporteinstellungen) selbst verantwortlich.

(2) Der Kunde hat seine Zugangsdaten, API-Keys und SharedSecrets vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.

(3) Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm übermittelten und verarbeiteten Daten keine Rechte Dritter verletzen und im Einklang mit geltendem Recht stehen.

§ 6 Haftungsausschluss für Datenrichtigkeit

(1) Der Anbieter übernimmt keinerlei Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder Brauchbarkeit der über Orderport empfangenen, transformierten oder weitergeleiteten Daten. Orderport verarbeitet Daten ausschließlich nach den vom Kunden konfigurierten Regeln (Mapping, Transformation). Der Anbieter prüft die Inhalte nicht auf sachliche Richtigkeit.

(2) Insbesondere haftet der Anbieter nicht für:

  • fehlerhafte oder unvollständige Quelldaten, die von Drittsystemen (z. B. Ariba, Coupa) übermittelt werden,
  • Transformationsergebnisse, die aus fehlerhafter Konfiguration durch den Kunden resultieren,
  • Schäden, die durch verspätete, fehlgeschlagene oder doppelte Zustellung von Bestelldokumenten entstehen,
  • Inhalte, die durch Dritte über die Schnittstellen des Kunden eingespeist werden.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, die transformierten Daten vor Übernahme in sein Zielsystem eigenständig auf Plausibilität zu prüfen.

§ 7 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt nur für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Die Haftung ist der Höhe nach auf den vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Gesamtbetrag begrenzt.

(3) Eine Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

(2) Der Anbieter verarbeitet die Daten des Kunden ausschließlich in Rechenzentren innerhalb der EU (Hetzner Cloud, Deutschland).

§ 9 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden mindestens 48 Stunden im Voraus per E-Mail angekündigt und nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo–Fr, 8–18 Uhr MEZ) durchgeführt.

(2) Höhere Gewalt, Störungen im Internet oder bei Drittanbietern entbinden den Anbieter von seiner Leistungspflicht für die Dauer der Störung.

§ 10 Geheimhaltung

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei, die im Rahmen der Vertragsbeziehung bekannt werden, nicht an Dritte weiterzugeben und nur für vertragliche Zwecke zu verwenden. Diese Pflicht besteht über das Vertragsende hinaus fort.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform. Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zu ändern. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Folge wird der Anbieter bei jeder Änderung gesondert hinweisen.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: März 2026